Mobile Schienenstation Dieter Call / Anja Voigt
Projekt Präsentation Völklinger Hütte Februar 2010
Zur Jahresausstellung der HBKSaar
Dieter Call seit 2009 Lehrauftrag für Zeichnung u. Plastik an der Hochschule der Bildenden Künste HbkSaar in Saarbrücken
S_A_R Projektbüro Völklingen,
Sculpture Action Research
Neue Publikationen Kunst im Öffentlichen Raum
Zu beziehen über www.sar.hbksaar.de
- Dieter Call Stadtvermessung Berlin Postkarte Auflage 500
- Dieter Call / Anja Voigt Brunnenwasser Postkarte Auflage 500
- Die Tour Publikation mit Textbeitrag zur Ausstellung im K4 Forum Saarbrücken, 2009
- Design - Broschüre Herausgegeben von Frederic Ehlers
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 K4 Forum Saarbrücken
Die Ausstellung zur Tour *
23. Oktober - 20. November 2009
k4 forum, St. Johanner Markt
30 Leute, 1 Reisebus, 11 Tage,
264 h Performance
Die Orte: Oelde / Bielefeld, Hamburg, Kiel, Berlin, Leipzig
In der Absicht, sich von einer reinen Dokumentation zu lösen, versuchen wir Saarbrücken und der HBKsaar die erfahrene Laborsituation selbst zum Geschenk zu machen:
Ein gleichzeitig offener, sich stetig verändernder und doch geschützter Raum wird abstrahiert rekonstruiert und ausgestaltet.
In der Ausstellung zur Tour zeigen wir Artefakte, Reliquien und Werkzeuge die als Bestandteile der Fahrt diese Form gegeben haben. Reise- und Busgefühl werden durch die Ausstellungsarchitektur aufgegriffen.
 
* Happy Sunshine Birthday Tour, 23. Mai - 1. Juni 2009, anlässlich des 20jährigen Jubiläums der Hochschule der Bildenden Künste Saar
EuropaNoPanik - Picknick in Stuttgart,
am 25. September 2009 ab 11 Uhr, vor dem Kulturinstiut der Repuplik Ungarn.
19 Uhr: Eröffnung der Fotoausstellung „Freiheit und Demokratie“ im Kulturinstitut der Republik Ungarn.
Das „Paneuropäische Picknick“, das sich vor 20 Jahren an der ungarisch-österreichischen Grenze ereignete, steht signifikant für einen Übergang, eine Veränderung, eine Differenz in der europäischen Geschichte ohne Katastrophe.
Mit Empathie und Vernunft wurde Dank der mutigen ungarischen Initiative eine Grenze geöffnet und damit der europäischen Idee eine Chance gegeben.
Ob diese Chance genutzt werden konnte und wo Europa heute steht fragen wir uns zu diesem Jubiläum.
Ein Picknick in 20 Jahren ist zu wenig!
Auf Einladung es Kulturinstituts der Republik Ungarn finden daher am 25. September ab
11 Uhr Performances, Stadtinterventionen, Intermedia-Aktionen vor dem Kulturinstitut der Republik Ungarn statt.
Das Europanopanikpicknick wird realisiert von PerformerInnen und MusikerInnen aus Deutschland, Ungarn und der Ukraine sowie allen TeilnehmerInnen. Koordination: Georg Winter in Zusammenarbeit mit dem Kulturinstitut der Republik Ungarn.
RAUM FÜR KUNST Aachen Dieter Call Skulpturen
Kuratorin Sabine Bücher
Ausstellung
16. Mai. 27. Juni 2009
RAUM für KUNST Elisengalerie Aachen
Friedrich Wilhelm Platz, 52059 Aachen
Tel/ Fax: 0241-4544510
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog
www.heimat.de/raum_fuer_kunst
Deutscher Künstlerbund Berlin / Projektraum
urgent urban ambulance / Zustandsraum Stadt
Projekte im öffentlichen Raum
02.04.2009 bis 29.05.2009 | Ausstellung im Projektraum
urgent urban ambulance | uuuuuuuaaaaah! Zustandsraum Stadt
Christine Biehler forschungsgruppe_f Anna Gollwitzer Christian Hasucha María Linares Ulrike Mohr REINIGUNGSGESELLSCHAFT S_A_R Projektbüro transparadiso Carola Wagenplast | Marcel Mieth
eingeladen von: Georg Winter
Dieter Call / Anja Voigt
WO IST HIER
Dieter Call Anja Voigt Steffi Westermayer
Plastiken Bilder Installationen
KUK Kunst und Kulturzentrum Monschau
31. Januar 15. März 2009
Kunst- und Kulturzentrum Monschau
Austraße 9, 52156 MonschauTel/ Fax: 02472-803194
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog
www.kuk-monschau.de
Zwischen Feld Raum

Gerlinde Zantis Michael Dohle Dieter Call
SCHLOSS BURGAU
02.12.2007 - 13.01.2008
Eröffnung: Sonntag, 2.12.2007, 11:30 Uhr
Einführung: Prof. Dr. Wolfgang Becker
Schloß Burgau
Von-Aue-Str.
52355 Düren-Niederau
Zeichnung, Malerei, Fotografie und Plastik: Seit vier Jahren arbeiten wir mit unterschiedlichen Sichtweisen, aber am selben Ort in einer entlegenen Region, dem Département Haute Saône im Osten Frankreichs. Touristen meiden das Gebiet, weil ihnen auf den ersten Blick die Landschaft zu banal erscheint; die endlosen Felder geben sich unzugänglich, und der Geruch industrieller Landwirtschaft haftet an den Kleidern.
Der Blick schwenkt von der weiten Fläche mit ihren endlosen Horizonten in die Enge eines nahen Raumes, den Hecken, Zäune, Gräben und der Betrachter selbst säumen. Aus dieser Position öffnen sich Raum und Fläche neu, und die Begrenzung stellt eine andere Art von Horizont dar. Die Zeichnerin und der Fotograf verzichten auf den gewohnten Blick über diese Linie hinweg zugunsten einer Öffnung diesseits. Der Betrachter findet einen einladenden Raum vor, an dessen Grenzen er sich wendet und zurück kommt bis zu jenen Details im Vordergrund, von denen er flüchtig ausgegangen war. Der Raum tendiert zur Leere, im Zentrum passiert fast nichts, die Peripherie birgt Geheimnisse.
In den bildnerischen Kompositionen des Malers und Bildhauers finden sich die Geometrie und die Architektur der Felder und Gebäude wieder Erlebnisse von Rhythmus und Natur. Räume werden spürbar, bildnerisch und klanglich. Formen, Flächen und Linien, die in seinen Scherenschnitten und Plastiken entstehen, sind Neuformulierungen von plastischen Gedanken und Empfindungen, die dann letztlich, im Sinne einer konkreten Abstraktion, aus sich selbst Kraft schöpfen.
ZWISCHEN FELD RAUM ein langjähriges Projekt, das sich mit Verbindungen und Abgrenzungen der Medien Malerei, Plastik, Fotografie und Zeichnung auseinandersetzt. _______________________________________
Prof. Dr. Wolfgang Becker
Einführung zur Ausstellung Zwischen Feld Raum
Schloß Burgau (Düren) am 2.12.07
Was sehen wir in dieser Ausstellung von Gerlinde Zantis, Dieter Call und Michael Dohle?
Was sehen die Künstler?
Wir sehen: große Fotos, die meisten schwarz-weiß, einige der neueren farbig; wir sehen: „Farbstaubbilder“, Zeichnungen, die der Kategorie Zeichnung widersprechen, anders sind als Zeichnungen; wir sehen kleine Scherenschnitte, gemalte Bilder und Holz- und Betonskulpturen. Alle diese Objekte eint ein Thema: der Ort, der sie inspiriert hat.
Als ich von dem Ort hörte, habe ich ihn auf der Landkarte gesucht: Département 70, Haute Saône, Frankreich, zwischen Besancon und Dijon. Als Kunsthistoriker suchte ich nach Sehenswürdigkeiten dort: es gibt keine. Die Römer haben die Gegend besiedelt, die Franken, die Burgunder, die Franzosen, die Spanier. Seit 1678 ist das Gebiet französisch, hatte eine große Eisenindustrie im 19. Jahrhundert, der letzte Hochofen erlosch 1905. Jetzt dominiert eine ausgebreitete, industriell betriebene Landwirtschaft. Wenig Tourismus. Die Hauptstadt heißt Vesoul.
Was zeigen die Bilder von diesem Land, das sie inspiriert hat? Getreidefelder, die sich mit zungenartigen Ausläufern in Wälder einziehen, undefinierbare Häuser (Ruinen ?).
Unter dem Eindruck so unspektakulärer Reize verändert sich die Frage an die Künstler, was sie dort sehen, neugierig in die Frage: Was suchen sie dort?
Besuchen sie oder gründen sie eine Künstlerkolonie - wie Barbizon, Pont-Aven, Worpswede, in der Künstler verschiedener Regionen sich treffen? Nein, sie sind die einzigen, die dorthin fahren. Suchen sie die Sonne Südfrankreichs, das Licht wie der Holländer Van Gogh, Blumen, wogende Getreidefelder, Farben? Nein. Der Blick der Künstler ist, wenn sie sich dort bewegen, nicht zum Himmel, nicht in das Licht, sondern auf den Boden, nach unten gerichtet. Sie suchen nach Ecken, in denen Wälder und Felder enden, nach Grundrissen alter Bauten, die sich in Feldern verbergen, nach Steinen in Stoppelfeldern. Sie suchen nicht das Tageslicht, sondern die Dämmerung, die Nacht, einen verschwimmenden Mondschein. Ihre Lieblingsfarbe ist Schwarz.
Bei Gerlinde Zantis besteht das Schwarz aus Staub, aus mineralischen Pigmenten. Es ist eine wunderbare Anreicherung von Blau-, Braun-, Grüntönen, die ein sattes, scheinbares Schwarz ergeben. Bei Dieter Call ist es entweder schwarzes Papier in den Scherenschnitten oder schwarzer Ruß in den Skulpturen und Bildern. Bei Michael Dohle ist es Korn in den Fotopapieren, sind es Pixel.
Call hat mir beigebracht, dass er das Schwarz synästhetisch empfindet, als eine Kompression, in der diese beiden Skulpturen beispielsweise wie Paukenschläge wirken. Call ist Musiker.
Und alle drei denken in Räumen: eine Skulptur in einem Raum erzwingt einen neuen Raum; Räume erzeugen Ecken, Tiefen, Horizonte. Es geht auch um Licht, aber um wenig Licht, um Dämmerung, um Mondlicht, um Lichtscheine wie in jener Schafshütte, in der Dohle gearbeitet hat. Und es geht um Zeit, wenn er mit seiner Kamera als einem beweglichen Instrument arbeitet und sie verreißt; oder wenn in den Farbstaubbildern Unschärfen entstehen, die Bewegungen des Lichts oder des Windes suggerieren.
Drei reife Künstler mit Karrieren, in denen Reihen von Ausstellungen erscheinen.
Was suchen sie?
Sie suchen in den Haufen von Steinen, Stoppeln, Pigmentstaub, Russpartikeln und Pixeln, in diesem ungeordneten Chaos Formen, Ordnungen, Bedeutungen.
„Die Welt der Erscheinungen, so wie wir sie mit unseren Sinnen aufnehmen, ist ein unförmiger Brei, und hinter ihr sind ewige, unveränderliche Formen verborgen, die wir dank dem übersinnlichen Blick der Theorie wahrnehmen können. Der amorphe Brei der Erscheinungen (die „materielle Welt“) ist eine Täuschung, und die dahinter verborgenen Formen (die „formale Welt“) sind die Wirklichkeit, die dank der Theorie entdeckt wird. Und zwar so, dass erkannt wird, wie die amorphen Formen in die Erscheinungen fließen, sie füllen, um dann wieder ins Amorphe hinaus zu fließen. Wir kommen diesem Widerspruch „Materie Form“ näher, wenn wir das Wort „Materie“ mit „Stoff“ übersetzen… Das Wort „Stoff“ ist das Substantiv des Verbums „stopfen“. Die materielle Welt ist das, was in Formen gestopft wird, sie ist das Füllsel für Formen.“
Dieses Zitat von Vilém Flusser (Der Schein des Materials, 1991) zeigt, wie er den konventionellen Gedanken, dass die gegenständliche Welt auf Zeichen reduziert werden könnte, umdreht. Die Zeichen, so behauptet er, seien älter als die materielle Welt der Erscheinungen. Aber wo finden wir diese Zeichen? Sie sind, so sagen die Wahrnehmungsphilosophen, im Auge, im Gehirn der Menschen, die sie in die Struktur der wahrnehmbaren Welt projizieren; die Menschen ordnen die wahrnehmbare Welt. Sie schaffen Sinnbilder, die „Verkehrszeichen“ sind, die die Welt ordnen. Sie projizieren Formen, die herrschen, die den Raum, ja die Welt beherrschen. Jeder Mensch wird unbewusst der Welt seine Formen ordnend hinzufügen, dem Künstler wird diese Tätigkeit zur bewussten Aufgabe. Er ist ausgebildet, diesen Formen Bedeutung zu geben, sie als Sinnbilder zu entwerfen. Das ist sein Solipsismus. Er schließt das gesamte Sein in sein Bewusstsein ein.
Dieser Exkurs möge Hinweise geben, die Werke von Gerlinde Zantis, Dieter Call und Michael Dohle zu lesen. Sie erscheinen nützlich, denn die Arbeiten widersetzen sich einer oberflächlichen Betrachtung. Das gibt ihnen einen besonderen Wert.
Prof. Dr. Wolfgang Becker
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